03 - SALZBURGRING

F I A   E T C C   W I E D E R   A U F   P L A T Z   3   I N   D E R   M E I S T E R S C H A F T 

Auf dem Salzburgring bei erstaunlicherweise trockener Piste begann am Freitag das Rennwochenende mit dem freien Test. In Session 1 fuhr Ulrike einige Runden und sortierte sich dabei auf Platz 2 ein. Bei offiziellen Testlauf am Samstag Vormittag kämpfte das Team mit Getriebeproblemen, Ulrike musste ihren Fiesta ohne auch nur eine gezeitete Runde gefahren zu sein abstellen.



Im Qualifying jedoch waren aber beide Autos des Ravenol Team SAN repariert und wieder dabei und das nicht schlecht. Ulrike fuhr hinter Necchi auf Platz 3. Immer noch bestehende Getriebeprobleme liesen keine bessere Rundenzeit zu. Das war aber nur Makulatur, denn beide Fahrer wurden um 10 Startplätze zurückversetzt. Ulrike wegen ihrer Kollision mit Bruckner auf dem Slovakiaring, Necchi wegen Motorwechsels nach dem freien Training.



Zur gleichen Zeit, als sich beim 24h Nürburgringrennen das Manthey-Team bis auf die Knochen blamierte, startete Ulrike im Salzburgischen zum ersten Rennen.
In der Startrunde konnte sie sich einen Platz nach vorne arbeiten, in der folgenden Runde gleich um zwei Plätze.
Dann folgten 3 Runden hinter dem Safetycar. Durch die Safetycar-Phase war das Feld wieder geschlossen und nach dem Restart ging es sehr eng zu. Ulrike lag hinter ihrem Teamkollegen Necchi, mit dem sie das Rennen simultan bestritt, und von hinten stand sie unter Druck von Reinsberger, der in der Anfangsphase weite zurückgefallen war.
In Runde acht rückte sie dann einen weiteren Platz auf und war nun zunehmend den Druck von hinten los.
In Runde neun hatte Ulrike etwas den Abstand nach vorn vergrössert, da ihr Teamkollege unter gelb seine schnellste Runde fuhr, konnte dann aber wieder dicht herankommen.
In Runde 12 gewannen beide wieder eine Position und Ulrike war bis auf Platz 5 vorgestoßen. Vor ihr lagen unter anderem die beiden Chevrolet Aveo, die erstmals sehr schnelle Zeiten fahren konnten. An Leistung scheint es denen nicht mehr zu mangeln.



Rennen 2 konnte Ulrike dann ein paar Reihen weiter vorn beginnen, diesmal mit stehendem Start.
Der Start war suboptimal, Ulrike verlor zwei Plätze, holte sich in der Startrunde einen davon wieder und den anderen in der zweiten Runde.
In Runde 5 hat sie sich dann wieder an ihren Teamkollegen herangearbeitet, der 2 Plätze zurückgefallen war.
In Runde 7 holte sie sich dann Platz 4 gegen den ersten Aveo und in Runde 8 schnappte sie dann auch den zweiten.
Inzwischen lag Necchi auf Platz 1 und Ulrike holte in einer Super Runde eine Sekunde auf den nunmehr zweitplatzierten Krammes auf. Das war gleichzeitig die schnellste Rennrunde der Super-1600.
In der vorletzten Runde war sie wieder schneller als Krammes und ging vorbei auf Platz 2!
Leider verabscheidetete sich hier zeitgleich der 5.Gang ihreres Getriebes, die lange Bergauf Passage drohte ihr im 4.Gang im Begrenzer zum Verhängniss zu werden - Meshcheryakov Aveo näherte sich genauso schnell wie Krammes.
Krammes nutze den technischen Defekt und fuhr in der vorletzten Kurve doch noch wieder an ihr vorbei. Der übermütige Russe Meshcheryakov hatte ähnliches vor, setzte sein Vorhaben aber ungeschickt um und fuhr ihr mit dem Aveo auch noch ins Auto und drehte sich dabei.



Das war ein extrem spannendes Rennen mit den Windschattenschlachten auf den langen Geraden des Salzburgrings.
Mit den guten Platzierungen in Quali und Rennen ist Ulrike jetzt in der Tabelle um zwei Plätze nach vorn auf den dritten Platz gerückt.