Rennen 2 und 3

S A C H S E N R I N G   2 0 1 0 


ATM Speed Ladies Team: Turbulentes Rennwochenende auf dem Sachsenring

09.05.2010: Völlig aufgewühlt zeigte sich Speed Lady Ulrike Krafft nach den Rennen der ADAC Procar auf dem Sachsenring ob der Ereignisse, die das Wochenende für Sie und das ATM Speed Ladies Team aus Marl parat hatte.
Das erste Training hatte mit Platz 4 gut begonnen. Der Sachsenring ist kein unbekanntes Terrain für die schnelle Diplom-Ingenieurin. Zum zweiten Training war jedoch die Servolenkung ausgefallen, die bis zum Qualifying nicht repariert werden konnte. Ulrike Krafft wuchtete den Ford Fiesta 1.6 16V auf den siebten Startrang der Division 2 der Fahrzeuge bis 1600 ccm.
Teamchefin Stephanie Neitzel berichtete: "Das Auto wurde vor der Saison völlig neu entwickelt. Der Ausfall der Servounterstützung fällt daher unter die Kategorie Kinderkrankheiten." Mit der Leistung ihrer Fahrerin war sie indes überaus zufrieden.
Für eine Reparatur des Fahrzeugs setzte das Team alle Hebel in Bewegung und fuhr Samstag nach Monheim ins Rheinland, wo eine Ersatzlenkung aus einem gleichartigen Ford Fiesta ausgebaut wurde. Nach mehr als 1000 Kilometern Fahrtstrecke und einer harten Nachtschicht, stand einem Start der gebürtigen Hamburgerin nichts mehr im Wege.
Einen turbulenten Start des ersten Rennens überstand sie mit viel Glück: "Es hatten sich einige Autos verhakt. Ich konnte aber nach rechts ausweichen und bin ohne Blessuren da hindurch gekommen", erklärte Ulrike Krafft, die nach dem Restart als sechste über die Ziellinie fuhr. "Wir hatten durch den Ausfall der Servolenkung leider keine Zeit, am Fahrwerk zu arbeiten, was hier am Sachsenring sehr wichtig ist, deswegen konnte ich das Tempo der Konkurrenz nicht voll mitgehen."

Zum zweiten Wertungslauf hatte der Himmel sich verdunkelt, erste Regentropfen waren gefallen. Ulrike Krafft startete dennoch auf profillosen Slicks, arbeitete sich bis auf Rang drei nach vorn und wurde dann im strömenden Regen wieder auf Rang fünf verwiesen. Sie resümierte den zweiten Durchgang wie folgt: "Es war ein irres Rennen. Die Scheiben beschlugen und ich war fast im Blindflug unterwegs. Am Ende musste ich leider noch zwei Fahrzeuge passieren lassen, die auf Regenreifen gewechselt hatten."

Die dritte Veranstaltung der ADAC Procar führt das ATM Speed Ladies Team nach Hockenheim. Dort finden im Badischen Motodrom am 29. und 30. Mai die Meisterschaftsläufe fünf und sechs statt.


W E I T E R E   P R E S S E B E R I C H T E 

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