Rallye Einsatz 2010

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Frauenpower in der HJS-DRM
Racing goes Rallye – Ulrike Krafft bestreitet mit Kathi Wüstenhagen auf einem Opel Astra GTC die Rallye Niedersachsen

An ihrer Seite nimmt mit Kathi Wüstenhagen die amtierende Deutsche Rallyemeisterin Platz, die mit Hermann Gassner Junior in diesem Jahr im Rahmen der Rallye Weltmeisterschaft startet. „Wir begleiten und fördern das Team Gassner / Wüstenhagen bereits seit mehreren Jahren und sind stolz darauf, dass wir eine so erfahrene Copilotin für diese Aktion gewinnen konnten“, freut sich HJS-Pressechef Klaus Osterhaus über die Kooperation.

Nach dem Motto „Wenn Frauenpower - dann auch richtig“ bringt Ulrike Krafft mit Anja Holzbrecher (24 Jahre) und Ramona Hübner (21 Jahre) auch zwei Mädels als Servicecrew mit. Dabei handelt es sich um gelernte Kraftfahrzeug-Mechatronikerinnen, die im Rahmen der Essen Motor Show 2009 live vor über dreihunderttausend Messebesuchern den Einsatzwagen für die ADAC PROCAR-Serie aufbauten.



G E S A G T   -   G E T A N 

Der komplette Freitag diente der Vorbereitung mit Strecke abfahren und Aufschrieb erstellen. Zwischendurch wurde kurz die Abnahme erledigt und am Samstag morgen wurde es dann ernst.
13 Teams nahmen mit ihren Diesel-Fahrzeugen die Rallye in Angriff und mischten teilweise weit vorn in der Gesamtwertung mit. Ulrike ging ohne jegliche Rallyeerfahrung an den Start und so konnte jede Platzierung vor dem letzten Platz als Erfolg gewertet werden. Da die ganze Aktion kurzfristig vorbereitet wurde, war Ihr Astra, das vorjährige Einsatzauto ihres Teamkollegen Scheidhammer, nicht in allen Bereichen optimal auf Ulrike angepasst. Die Sitzposition in Relation zu Schalthebel und Handbremse war ungünstig und die Gewichtsverteilung im Auto führte zu lästigem Untersteuern.
Die Strecke bestand nur zu ca. 5% aus Schotter und zu 95 % aus Festbelag, aber natürlich war sie nicht immer eben und von den Teilnehmern mit den kleineren Startnummern reichlich mit Dreck vollgeschmissen. Ein mahnendes Schild „schlechte Wegstrecke“ konnte Ulrike aber nicht akzeptieren und räumte es kurzerhand aus dem Weg.



In WP1 konnte sie gleich 2 Teilnehmer hinter sich lassen. Ihr Rückstand jeweils auf den besten der Division betrug hier 2,2 Sekunden pro km. Das war ihr bester Wert, ähnlich wie auf dem Rundkurs Ührde, der vom Charakter her der gewohnten Rundstrecke ähnlich kam. Hier konnte Ulrike den achten Platz belegen und gleich 4 Kollegen der Division hinter sich lassen.



Auf den engen bergigen und unübersichtlichen Passagen mit wechselnden Kurvenradien, bei denen es auf die blinde Umsetzung der Beifahreransagen ankam, verlor sie naturgemäß mehr Zeit, da half auch eine Top Beifahrerin wie Kathi Wüstenhagen nicht.
Aber so ganz locker war das Unternehmen nicht zu bewältigen.
Nicht nur Kathi und Ulrike war es zu heiß, dem Astra überhitze und Ulrike wurde durch häufiges Umschalten des Motormanagements in das Notprogramm gebremst, die Lichtmaschine quittierte zwischenzeitlich ihren Dienst, der Turbolader schaltete ab.
Ulrikes meistgeliebtes Handicap ließ natürlich auch nicht auf sich warten, die Servounterstützung der Lenkung fiel plötzlich in der Kurve aus, ein Abflug breitseits in die Leitplanke war unvermeidbare Folge in WP 10.

Nach WP9 hatten sich die beiden Damen unauffällig auf Platz 26 in der Gesamtwertung und Platz 8 in der Division nach vorne geschoben, einen Platz den sie gerne ins Ziel gerettet hätten.

Das Auto lief zwar noch (mehr oder weniger) und sie hätten so noch ins Ziel humpeln können. Aber bei niedrigem Tempo durch das Notlaufprogramm ohne Servolenkung waren Ulrikes Kräfte am Ende und sie mussten aufgeben.
Ulrike ist um eine interessante Erfahrung reicher. Der erste Rallye-Einsatz unter widrigsten Bedingungen hat sie nicht abgeschreckt.
Vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr wieder!


E X T R A S 


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